Ich bin Geo- und Fotograf. Ich fotografiere, zeichne und schreibe auch. Ich unterhalte eine umfangreiche Foto, Bild und Textsammlung. Darin gibt es etwa Bilder von Gemüseskulpturen, Heu-, Wiesen- und Wasserbilder, Anordnungen und viele Porträts von Menschen, Flüssen, Gräsern, Insekten oder Vögeln. Dieses Material benutze ich für Projekte oder die Gestaltung von Fotobüchern.
Ich bin das sechste von acht Kindern; Bub fünf von Josy und Toni Bieri-Kaufmann. Ich bin in Werthenstein am Rand des Entlebuchs aufgewachsen.
Von zuhause hörten wir unter uns die Kleine Emme über eine Schwelle rauschen, sahen im Südosten die Kirche unübersehbar auf ihrem Felsen und dahinter ein Stück Pilatus: das „Mittagsgüpfi“.
Die Landschaft, zwischen Voralpen und Mittelland habe ich auf vielen Streifzügen und Töfflifahrten erkundet: Die Chrächen auf der Entlebucher Seite, wo die ärmeren Bauernfamilien chrampfen und die hablichen Bauernhöfe im sanft Gewellten. Auf der flachen Seite gab es grosse Traktoren und auf der Bergseite Kinderreichtum. Dafür war der Kauf eines neuen Mähers eine grosse Investition.
Mein Vater war der Dorfschullehrer und Organist. Zu ihm ging ich in die Schule, wie meine Brüder und die Schwester. –Von ihm lernte ich, Musik zu lieben.
Ich liebe die Menschen, besonders, wen wundert’s, die Frauen. Es interessiert mich, was sie tun und wie sie denken.
Ich bin ein halber Entlebucher, ein Querkopf, wild fotografierender Jäger und Sammler, Mann, Ehemann und Vater dreier erwachsener Töchter … und nun auch Grossvater von Jon, Maelle, Zora, Max und Julie. Ich schaue ihnen dabei zu, wie sie die Welt mit ihren Augen, Ohren; mit allen Sinnen in sich aufnehmen.
Belp hat die Gürbe, die Aare, abwechslungsreiche Wälder und Landschaften, den Belp-, den Längenberg, den Gurnigel und die Nünenenfluh (2102m). Wir haben die Stadt Bern in der Nähe und Zugsverbindungen nach Thun, Biel, Burgdorf und Solothurn. Die Welt liegt vor meinen Füssen.
Wer einmal Geograf ist, bleibt es auch. Auch Natur- und Kunst-freund, Streuner und Spaziergänger kann ich hoffentlich noch lange bleiben. Ich bin wohl in meinem Körper und gebe ihm was er verlangt. Er trägt mich durch Wälder, Felder, über Felsen und durchs Unterholz.